nachfolgende Zitatsammlung soll zum Nachdenken anregen!

von Antoine de Pluvinel 1555 - 1625
Auf ein Pferd, das aus Angst gehorcht, ist kein Verlass. Es wird immer etwas geben, vor dem es sich mehr fürchtet, als vor dem Reiter. Wenn es aber seinem Reiter vertraut, wird es ihn fragen, was es tun soll, wenn es sich fürchtet.

von Francois Robichon de la Gueriniere 1688 - 1751
Der schlimmste Feind der Pferde ist der Mensch mit seiner maßlos überheblichen Ignoranz, die er zudem noch für Tierliebe hält. Wäre diese echt, so hätte er sich doch längst auf die Socken gemacht, hätte gelesen, studiert, geritten, an sich und seinem Reiten gezweifelt, wäre von Lehrer zu Lehrer gezogen, bis zum Tage, an dem ein Pferd unter seinem Sattel ganz ohne absichtvolles Zutun "von selbst" spielerisch lockere Brillanz gezeigt hätte...
 
Es ist unsinnig , ein Pferd durch solche Hilfsmittel in seinen Unarten zu bestärken anstatt es ihm abzugewöhnen. Ein Martingal hat in einem guten Stall nichts zu suchen.
 
Die Reitkunst scheint nur Übung zu verlangen. Jedoch ist Übung ohne wahre Grundsätze nichts als Routine, deren Früchte Anstrengung, unsichere Ausführung und falsche Juwelen sein werden, mit denen man die Halbkenner beeindrucken kann.
 
Das Wissen um die wahre Natur der Pferde ist die erste Grundlage der Reitkunst und jeder Reiter muss daraus sein Hauptfach machen.

von Francois Baucher 1796 - 1873
Hab also acht, Reiter, auf dich selbst. Ist dein Pferd stützig, heftig, ungefügig, so dürfen wir kecklich die Behauptung aufstellen, dir gebricht es an liebenswürdigem Charakter und richtiger Methode.
 
Das Maul des Pferdes ist das Barometer seines Körpers.
 
Der Schlaufzügel in der Hand eines unerfahrenen Reiters wirkt wie die Rasierklinge in der Hand eines Affen!

von Nuno Oliviera 1925 - 1989
Das Geheimnis des guten Reitens ist, wenig zu tun. Je mehr du tust, desto weniger Erfolg wirst du haben.  
 
Sanftheit - lohnt sie sich? Ja, immer! Ja, es lohnt sich, die Hausschuhe anzuziehen, wie Baucher rät, und jedes Pferd ohne Ausnahme mit dem denkbar geringsten Schenkel- und Zügeleinsatz zu reiten.  Wir dürfen uns von scheinbar schnellen Erfolgen, die durch Einsatz von Gewalt erzielt wurden, nicht blenden lassen.
 
Reitkunst fängt an mit Vervollkommnung des Einfachen.
 
Das Geheimnis beim Reiten ist, weniges richtig zu tun.
 
Ich will keine Reiter, die sich anstrengen. Arbeiten Sie durch Nachdenken.
 
Reiter, die ihre Pferde frei lassen, sind es, welche die Genüsse der Reitkunst zu empfinden vermögen.

von Gustav Steinbrecht 1808 - 1885
Alle toten Vorrichtungen und Hilfszügel, also solche, die durch Festbinden oder Schnallen eine gleichförmige Wirkung äußern, schaden ohne Ausnahme mehr als sie nützen, da sie sämtlich das Maul des Pferdes verderben, denn die Einwirkungen durch das Gebiss können nur von der lebenden und feinfühlenden Hand des Reiters richtig abgewogen werden.

von Rudolf G. Binding 1867 - 1938
Das Pferd ist Dein Spiegel. Es schmeichelt Dir nie. Es spiegelt Dein Temperament. Es spiegelt auch Deine Schwankungen. Ärgere Dich nie über dein Pferd; du könntest dich ebenso wohl über deinen Spiegel ärgern. Wähle dein Pferd wie einen Freund, denn du sollst es lieben!

von Udo Bürger, Berlin 1959
Das Pferd, auf dem man so bequem sitzt, das man zu faul zum Leichttraben ist; das mit hängenden Zügeln im ausgesessenen Galopp nicht davonläuft; das sich zwischen Schenkeln und Zügel führen lässt, sich aber genau so vertraut benimmt, wenn man es ohne Zügel aus dem Sitz vor dem Schenkel reitet; das ist in harmonischer Übereinstimmung mit seinem Reiter
 
Wer begriffen hat, dass die Zügel nur dazu da sind, dem Pferd das Finden der Balance zu erleichtern und es darin zu halten, so dass es sich selber trägt, nicht aber dazu, dem Pferd eine gewünschte Kopf-Hals-Haltung aufzuzwingen, bei dem kommen Pferde von selber in die angestrebte Haltung.

von Heinz Dieter Donner
Die Losgelassenheit macht 90 Prozent des "Guten Sitzes" aus, alle anderen Merkmale sind zweitrangig!
 
von Phillipe Karl
Der Reiter, der das Nachgeben im Genick mit Hilfszügeln erzwingt und das Pferdemaul mit speziellen Reithalftern zuschnürt, handelt nicht anders als ein Erzieher, der ein Kind knebelt und am Stuhl festbindet um es zur Ruhe zu zwingen.
 
"Man hat entschieden dass LDR für 10 Minuten ok ist. So. Eine Frau zu missbrauchen ist eine Straftat. Man könnte auch sagen, wenn man es weniger als 10 Minuten am Stück macht, ist es Sport. Es ist Missbrauch, ein Pferd so zu reiten."
von Bent Branderup
Wir müssen mit Pferden nur eines - Zeit schön verbringen.
 
Dem Pferd ist es egal, nach welcher Reitweise es schlecht geritten wird.
 
Mein Pferd ist mein Spiegel, der meine schlechte und gute Laune unverfälscht wiedergibt. Sieh hinein in die Augen Deines Pferdes, aber erschrecke nicht über die Wahrheit.

von Claus Penquitt
Hilfszügel sind für Hilfsschüler. Die Ausbildung eines Pferdes braucht Zeit und Geduld, aber unter gar keinen Umständen Hilfszügel!

von Marie Symbill
Reiten ist ganz leicht:
Du braucht fast nichts zu machen. Reiten ist aber auch sehr schwer: Du darfst auch fast nichts machen!

unbekannte Verfasser
Ein guter Reiter versteht sein Pferd wenn es mit ihm redet. Ein hervorragender Reiter hört es sogar flüstern. Aber ein schlechter Reiter versteht es nicht einmal, wenn sein Pferd ihn anschreit.
 
Wenn schlechtes Reiten klein machen würde, könnten manche Reiter von der Teppichkante Fallschirmspringen
 
Hilfszügel sind nur was für Meister. Aber braucht ein Meister Hilfszügel, ist er kein Meister mehr