Haltungsbedingungen unserer Pferde

Unsere Pferde lebten in einer Kleingruppe und in ganzjähriger naturnaher Offenhaltung. Alle zur Verfügung stehenden Weide- und Auslaufflächen lagen direkt am Haus, waren zusammenhängend und konnten entsprechend dem jeweilig aktuellem Bedarf genutzt und zugeteilt werden.

Hierzu standen zur Verfügung:

  • Schutz- und Futterunterstand mit ca. 50qm befestigtem Boden, angrenzend zur Scheune.

  • Paddock immer frei zugänglich, ca. 300 qm mit Hackschnitzelbelag, direkt angrenzend zum Futterunterstand

  • zusätzliche, an den Paddock angrenzende Auslauffläche von ca. 1000qm, erdfest,  welcher bei entsprechender Witterung als zusätzliche Auslauffläche neben dem Hackschnitzelpaddock zur Verfügung stand

  • ca. 3,0 ha Mähweide

  • ca. 1,0 ha Weide und Winterweide mit Bachlauf am Waldrand mit Buschwerk

  • ca. 0,5 ha windgeschützter Winterauslauf mit Buschwerk und kleinem Wald, einer weiteren Schutzhütte, in welcher ebenfalls Heu zur freien Verfügung bereit gestellt werden konnte

zusätzlich:

  • kleine, fest eingezäunte Reitbahn mit dem Maßen 16 x 32m.

  • In der Scheune zwei große Not- und Laufstallboxen.

  • Wasserversorgung durch jungfräulichen Bach ohne Abwassereinleitungen im Wald und durch Quellwasser am Haus

Die Flächen haben leichte bis mittlere südwestliche Hanglage in etwa 600 Meter Höhenlage der Rhön. Der längste Weg zwischen Futterunterstand bzw. Paddock am Haus und dem Ende der Winterweide am Bachlauf beträgt etwa 400 Meter. So war auch in Zeiten, in denen wir nur wenig reiten konnten (hier manchmal im Winter kaum möglich)  eine gewisse Bewegung der Pferde gewährleistet.

Da unsere Pferde auf Ruf bzw. auf ein Pfeifsignal hörten, konnten wir sie auch ohne Probleme von entfernten Bereichen (zu denen kein, oder nur eingeschränkter Sichtkontakt mehr bestand) den Berg hoch in den Futterunterstand am Haus rufen. Jedenfalls meistens ....! Zwinkernd

Die Pferde erhielten von wenigen Ausnahmen abgesehen ausschließlich Gras und Heu. Frisches Gras aus  Gründen der notwendigen Diät nur mit zeitlicher Einschränkung, als überständiges Gras oder in Form der Winterweide. Unser Heu stammte von sen eigenen Wiesen und wurde selbst erzeugt. 

 

Die Heuraufe des Futterunterstands wurde so bestückt, dass bei Futterangebot rund um die Uhr (nur in den Wintermonaten) dort etwa für 2 Monate Futter zur Verfügung stand, ohne dass nachgefüllt werden müsste. Diese Reserve war hier vorteilhaft, weil ein Nachfüllen im Winter bei hier oft hohen Schneeverwehungen manchmal schwierig sein kann.

 

Sicher entsprach manches noch nicht vollständig unseren Idealvorstellungen einer pferdegerechten und naturnahen Haltung, weil natürlich immer durch örtliche Rahmenbedingungen und Möglichkeiten gewisse Kompromisse eingegangen werden müssen.