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Mücken- und Insektenschutz

Beim Reiten in der heißen Jahreszeit, und insbesondere wenn die Pferde auch schwitzen, werden Fliegen, Mücken und Bremsen oft zur regelrechten Plage für Pferde und Reiter. Selbstverständlich darf das Langhaar der Pferde in dieser Zeit nicht gekürzt oder eingeflochten werden. Es stellt die natürliche „Waffe“ der Pferde zur Abwehr dieser Plagegeister dar.

Der Handel bietet eine Reihe von Produkten an, die mehr oder weniger brauchbar sind. Manche dieser Produkte enthalten allerdings auch Gifte, die bei einzelnen Pferden zu Allergien führen. Brauchbare Anti-Mückensprays (oder Lotionen) haben jedoch zwei entscheidende Nachteile. Sie verflüchtigen sich relativ schnell wieder und sind zudem meist recht teuer.

Auch das Abwaschen bzw. Einreiben der Pferde mit reinem Essigwasser ist nicht ratsam, da die empfindliche Pferdehaut dadurch sehr stark gereizt wird. Manche Pferde reagieren darauf mit Pustelbildung.

Eine brauchbare, bewährte und preisweite Lösung ist die Verwendung eines alten, in der deutschen Kavallerie noch bekannten Mittels, welches einfach selbst hergestellt werden kann.

Man nimmt eine Flasche (möglichst Braunglas!) und füllt sie zur Hälfte mit normalem Salatöl. Hinzu kommt so viel gepresster oder klein geschnittener Knoblauch, dass der Flaschenboden damit reichlich bedeckt ist. Das Ganze lässt man 4 - 6 Wochen kühl und dunkel stehen. Danach wird die andere Hälfte der Flasche mit Weinessig aufgefüllt und es kommen noch einige Tropfen (je nach Menge des Ansatzes ca. 10-30 Tropfen) Schwarzkümmelöl hinzu. Sowohl Knoblauch, als auch das Schwarzkümmelöl halten Insekten ab, Schwarzkümmelöl wirkt jedoch u.a. auch entzündungshemmend und beruhigend auf die Haut.

Es kann auch etwas Echte Katzenminze oder Lavendelöl zugegeben werden. Beides ist gut wirksam gegen Insekten aller Art

Durch die Zugabe von Mönchspfeffer (es können auch zerriebene Blätter von Mönchspfeffer zusammen mit dem Knoblauch angesetzt werden) wird auch noch ein zusätzlicher und guter Schutz gegen Zecken erreicht.

Diese Mischung kommt dann abgesiebt in eine Sprühflasche und fertig ist die „eigene“ Anti-Mückenlotion. Vor dem Aufsprühen ist jedoch stets zu beachten, dass die Flasche gut durchgeschüttelt wird.

Wenn man nach der Anwendung dieser Lotion keine Mitreiter mehr findet könnte es daran liegen, dass es nicht nur Insekten gibt, die keinen Knoblauch mögen, sondern anscheinend auch Menschen …! Zwinkernd

Bei Mücken- und Bremsenplage – insbesondere auch beim Weidegang - kann man auch einige Tropfen Schwarzkümmelöl pur am Kopf (Achtung, darf nicht in die Augen kommen!) oder an anderen Körperstellen auftragen. Alleine die Verwendung von Schwarzkümmelöl wäre jedoch auf Dauer recht teuer. 

  Bei diesem Thema handelt es sich um einen Auszug aus den Büchern von Hajo Seifert (Handbuch für Rittführer, bzw. Der Gelände- und Wanderreiter), welche im Jahr 2008 erschienen sind.