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Der Verein Aktionsbündnis Pro Pferd e.V. ist ein anerkannter Tierschutzverein und setzt sich für art- und tierschutzgerechte Haltungsbedingungen von Equiden ein. Unser vorrangiges Ziel ist dabei der präventive Tierschutz durch Beratung, Aufklärung und Information. Im Schwerpunkt arbeiten die Aktiven projektorientiert.
  1. Am 10.01.2018 tagte der Innen- und Rechtsausschuß des schleswig-holsteinischen Landtages. Mit auf der Tagesordnung: Die Änderung des Kommunalabgabengesetzes - Verbot einer Pferdesteuer.

  2. Ein Kommentar.

    Reiter kennen das. Es passiert etwas in der Pferdeszene, was für Aufregung sorgt, und schon geraten Bilder und Berichte mehr oder weniger beabsichtigt an die Öffentlichkeit.

    3 – 2 – 1 – Aus den sozialen Netzwerken wird innerhalb von Stunden ein einziger Gerichtssaal. Problematisch ist daran, dass hier kein Jurist entscheidet, wer möglicherweise etwas falsch gemacht hat, sondern die aufgebrachte Allgemeinheit.

    Für gewöhnlich ist nach einigen Tagen der „Dampf aus dem Kessel“. Nicht so, wenn der eine oder andere Blogger sich zum Investigativjournalisten aufbläht und dafür sorgt, dass mit einer Mischung aus Mutmaßungen und Vorwürfen die aufgewiegelte Leserschaft ordentlich in Bewegung bleibt.

    Die journalistische Sorgfaltspflicht

    Der Beruf des Journalisten ist in Deutschland nicht geschützt. Dafür gibt es geschichtliche Gründe. Allerdings ändert sich die Gesetzeslage gerade. Hintergrund ist, dass eine zunehmende Zahl von „Veröffentlichern“ sämtliche journalistischen Sorgfaltspflichten ignoriert, womöglich, weil er/sie diese Pflichten gar nicht kennt. Dazu gehört:

    - Der Journalist trennt strikt Meinung von harten Fakten
    - Die Sorgfaltspflicht dient auch dem Schutz der Beteiligten
    - Der Richter spricht das Urteil, nicht die Öffentlichkeit und erst recht nicht der Journalist

    Fehler von Hobbybloggern sind halbwegs verzeihlich, berücksichtigt man, dass die journalistische Ausbildung umfangreich ist und weit mehr verlangt, als die Kenntnis des Pressekodexes. Nicht zu verzeihen ist selbst bei vollständiger Ahnungslosigkeit jede Form von Hetzerei, die Vermischung von Darstellungsformen und das Durcheinanderwirbeln und Verwechseln von Fachbegriffen. Wenn Hetze als Satire bezeichnet und Meinungen als Reportagen betitelt werden, dann ist es Zeit, die Lehrbücher hervorzukramen (oder jemanden zu fragen, der sich damit auskennt).

    Eigentlich sollten Blogger dankbar sein, wenn sie auf ihr Fehlverhalten hingewiesen werden, ganz besonders, wenn man sich für einen Journalisten hält und so wahrgenommen werden möchte.

    Kein Journalist will sich Krawall-oder Exekutionsjournalismus vorwerfen lassen, denn das ist eine Ohrfeige. Ein Signal für eine massive Entgleisung und Verletzung aller Regeln. Das ist bei Bloggern offenbar nicht immer der Fall.

    Das APP e. V. verurteilt Hetzkampagnen gegen Trainer, Reiter und Pferdehalter aufs Schärfste. Unabhängig von den Hintergründen beschränken wir uns auf die Vermittlung von Fakten. Die Beurteilung strafrechtlich relevanten Verhaltens obliegt den Gerichten.

  3. Diese Projekte möchten wir Euch empfehlen. Wir kennen die Ansprechpartner persönlich und sind sicher, dass hier jede Spende gut investiert ist.

    Zunächst natürlich Equiqwent. http://equiwent.eu/

    Wenn Ihr Equiwent noch nicht kennt, bitte schaut euch die Webseite an und lest euch ein. Der Verein leitet die Menschen in Rumänien zur Selbsthilfe an und unterstützt alle mit Rat und Tat, die aktiv an einer Verbesserung der Lebensbedingungen für Menschen und Tiere mitarbeiten. Die Probleme werden vor Ort gelöst, und dafür sind Spenden nötig. Wir kennen den Schmied Markus Raabe persönlich und wissen, dass er und sein Team alles tun, um die Welt etwas besser zu machen - mit Erfolgen, die deutlich zeigen, dass es funktionieren kann.

    Ihr müsst natürlich nicht nach Rumänien reisen, um zu helfen. Aber es wäre schön, wenn Ihr im Rahmen eurer Möglichkeiten dazu beitragt, dass die Leute von Equiwent weiterhin ihren sehr guten Job machen können.

     

    Das zweite Projekt: http://pro-weidetiere.de Auch hier haben wir uns persönlich mit den Verantwortlichen getroffen und uns auch die Pferde und die Flächen angesehen. Wir haben Stunden bei den halbwilden Koniks verbracht und uns genau angehört, wo der Schuh drückt, aber auch welches Pferd wie "gestrickt" ist. Die Koniks werden ehrenamtlich von sehr engagierten Naturschützern betreut. Die Wasserstellen werden vorbildlich überwacht und die Tiere täglich (schonend) auf ihre gesundheitliche Verfassung kontrolliert.

    Damit das Projekt weiterlaufen kann, hat der Tierfreund und Fotograf Axel Lüssow einen wunderschönen Kalender hergestellt. Hier habt Ihr ein schönes Geschenk für Pferdefreunde, und natürlich auch für euch selbst. Das Geld kommt den Koniks zugute. Und wenn Ihr mal in Brandenburg seid.. schaut mal vorbei bei den halbwilden Koniks! Den Kalender gibt es für 14,90€ incl. Versand für A3.

    (CS)