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Der Verein Aktionsbündnis Pro Pferd e.V. ist ein anerkannter Tierschutzverein und setzt sich für art- und tierschutzgerechte Haltungsbedingungen von Equiden ein. Unser vorrangiges Ziel ist dabei der präventive Tierschutz durch Beratung, Aufklärung und Information. Im Schwerpunkt arbeiten die Aktiven projektorientiert.

  1. Im Rahmen der Zukunftskonferenz des IPZV (21. bis 22. April) hatten die Vereinsmitglieder die Gelegenheit, sich in gleich zwei mehrstündigen Workshops mit dem Schwerpunkt "Öffentlichkeitsarbeit"  fortzubilden. Der Workshop "Social Media - Chancen und Risiken", wurde auf Einladung des IPZV von Carola Schiller (Presse APP e.V.) geleitet. Charlotte Erdmann (Öffentlichkeitsarbeit IPZV) führte durch den Workshop "Pressearbeit für Vereine".

    "Welche Voraussetzungen muss ein Administrationsteam erfüllen?". "Worum handelt es sich beim "Freitagabendeffekt?" und "Was hat es zu bedeuten, wenn ein Schreiben des Buckingham Palace ins Haus flattert"? Carola Schiller hatte neben vielen praktischen Tipps auch so manche Anekdote im Gepäck. Im Anschluss die Vorträge entschlossen sich die beiden Referentinnen spontan, die geplanten Diskussionsrunden für die Bereich Pressearbeit und Social Media zusammen zu fassen. Heraus kam eine quirlige und inspirierende Debatte mit vielen spannenden Impulsen, die schon bald zur Umsetzung kommen sollen.

     In einem weiteren Kurzvortrag berichtete Carola Schiller über eines der Hauptbetätigungsfelder des APP, die Erfassung und Analyse von Tierquälerei an Pferden und die Zusammenarbeit mit Forschungsstellen.

    Links Carola Schiller (APP), rechts Charlotte Erdmann (IPZV)

    Chemie stimmte, warum also nicht gemeinsam diskutieren?

     

  2. Das hat gesessen. In einem wütenden Appell hatte sich Markus Raabe, der erste Vorsitzende der Hilfsorganisation EQUIWENT e.V. Ende März per Video an die Öffentlichkeit gewandt.

    Seit sechs Monaten beklagen er und seine Helfer fehlende, aufgerissene und beschädigte Pakete, die eigentlich für bedürftige Menschen in Rumänien gespendet wurden und die EQUIWENT selbst ins Zielland transportiert. Überprüfungen durch die EQUIWENT-Helfer ergaben, dass oftmals Inhalte fehlten. Vor allem Kaffee hatte es den Dieben angetan.

    Nach einem längeren Telefonat der Pressesprecherin des APP e.V., Carola Schiller, mit Markus Raabe, kontaktierte Schiller die Pressestelle von Hermes, denn das Gespräch hatte deutlich gemacht:

    EQUIWENT wurde nicht nur bestohlen, es war auch mehrfach zu Anfeindungen und Drohungen durch einzelne Hermes-Fahrer gekommen, wenn sie von EQUIWENT-Helfern oder Familienmitgliedern zur Rede gestellt wurden. Anrufe bei der Hotline und Beschwerden per Mail hatte Hermes zwar entgegengenommen, passiert war bislang jedoch nichts, versicherte Markus Raabe.

    Der Sprecher von Hermes, Ingo Bertram, antwortete auf die Bitte um Stellungnahme des APP in einem Schreiben und erklärte, dass der Fahrer, gegen den sich die Hauptvorwürfe richten, ab sofort eine andere Tour erhält. Darüber hinaus kündigte er an, dass Hermes die Strafanzeige ernst nähme und die ermittelnden Behörden unterstützen werde. Als kleine Wiedergutmachung soll EQUIWENT eine Entschädigung in Höhe von 300 Euro erhalten.

     

    Das ist unsere Sicht der Dinge:

    Wir werten es positiv, dass Hermes reagiert und sich entschuldigt hat. Ob die angekündigten Maßnahmen aber tatsächlich zu einer Besserung führen, halten wir für fraglich. Ebenfalls kritisch sehen wir, dass EQUIWENT als Kunde keinen Erfolg mit seinen Beschwerden hatte und erst der Weg über die Presse Bewegung in die offensichtlich unhaltbaren Zustände gebracht hat.

     

    Das sagt EQUIWENT:

    EQUIWENT wird in Zukunft keine Pakete mehr von Hermes entgegennehmen. Spenden mögen daher bitte in Zukunft über andere Paketdienste nach Harsewinkel geschickt werden.

    Webseite von http://equiwent.eu/sachspenden/

    (Bitte NUR Sachspenden, die hier aufgelistet sind)

     

    CS

  3. Die Idee war groß. Auf einer heute 5600 Hektar großen Fläche nahe Amsterdam entsteht seit Anfang der 1970er Jahre ein Naturschutzgebiet. Die Entscheidung fiel nicht ganz freiwillig, denn vorab hatte sich gezeigt, dass die Fläche, die eigentlich industriell - und gar nicht umweltfreundlich genutzt werden sollte - offensichtlich für nichts anderes zu gebrauchen war. Also überließ man das Gebiet sich selbst und schon wenige Jahre später beobachteten Naturschutzkenner überrascht, wie schnell sich die Natur auf den zum Teil künstlich trockengelegten Flächen mit Wasser- und Moorgebieten erholte.

    Allerdings fehlten in der eingezäunten Landschaft große Pflanzenfresser. Verbuschung war die Folge. Um diese Entwicklung zu stoppen und im Sinne eines europäischen Urwaldes ein natürliches Gleichgewicht herzustellen, wurden Anfang der 1990er Rothirsche Koniks, Wisente und Heckrinder ausgewildert. In der Folge wurde die Landschaft wieder offener. Die Vegetation änderte sich zugunsten von Insekten. Die Nahrungsgrundlage und Nistbedingungen für Vögel wurden deutlich besser und die Artenvielfalt nahm zu.

    Große Pflanzenfresser haben keine Feinde - mit katastrophalen Folgen

    Da es keine großen Beutegreifer in diesem Naturschutzgebiet gibt und aufgrund der Zäune bislang keine eingewandert sind, besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass kranke, alte oder verletzte Tiere abgeschossen werden müssen. Das wurde in der Vergangenheit auch so gehandhabt. Tierschützer und Biologen kritisieren aber seit Jahren, dass die Mitarbeiter des Parks dieser Verpflichtung nicht ausreichend nachkommen. Gleichzeitig wurden Überlegungen über die Ansiedlung von Wölfen immer wieder im Keim erstickt, da die Verantwortlichen weitere Probleme fürchten. Und so gelangen immer wieder Bilder von toten und sterbenden großen Pflanzenfressern an die Öffentlichkeit. Versuche von Tierschützern, die hungernden Tiere zuzufüttern, wurden offenbar von den Behörden unter Polizeieinsatz gestoppt.

    2018 - Situation immer schlimmer

    Dass die Selbstregulation gescheitert ist, scheint einhelliger Konsens zu sein. Warum die Behörden nicht eingreifen, ist vor allem den Tierschutz- und Naturschutzorganisationen schleierhaft. Ihren Berechnungen zufolge überleben bis zu drei Viertel der Weidetiere die Winter nicht, weil das Nahrungsangebot nicht ausreicht. Viele Tiere ertrinken auf der Suche nach Weideflächen bei dem Versuch, die Wasserbereiche zu durchqueren. In einer Petition fordert der niederländische Biologe Partrick van Veen nun, die Grausamkeit zu beenden. Van Veen kritisiert, dass das Gebiet Farm- oder Zoobedingungen bietet, da die Tiere eingeschlossen sind. Nicht einzugreifen sieht er als Akt der Grausamkeit und fordert die Regierung auf, die Bestände zu regulieren. Mit seiner Forderung ist er nicht allein. Immer wieder kritisieren niederländische Tierschutzorganisationen die unhaltbaren Zustände in dem Gebiet. Die Petition haben über 20.000 Menschen unterzeichnet. (CS)

    Petition https://www.thepetitionsite.com/de/203/661/696/stop-animal-cruelty-amp-neglect-oostvaardersplassen-netherlands/?taf_id=52824105&cid=fb_na

     


  4. Am heutigen Tage nahm die Änderung des KAG - Verbot einer Pferdesteuer mit der 2. Lesung im Plenum die letzte Hürde. Damit hat die schleswig-holsteinische Landesregierung der Erhebung einer kommunalen Pferdesteuer einen Riegel vorgeschoben.
    Wir freuen uns mit allen Pferdehaltern im „Land zwischen den Meeren“ und schicken ein dickes Dankeschön nach Kiel ins Landeshaus. So haben die vielen Gespräche und der unermüdliche Einsatz der Verbände, Vereine und Aktiven im starken Schulterschluss ein gutes Ende genommen.
    Bitte, liebe Pferdehalter, denkt jedoch daran, Euch dieses Schrittes der Landesregierung würdig zu erweisen: Achtet darauf, Euch in Feld, Wald und Flur und im Straßenverkehr gesetzeskonform zu verhalten. Dazu gehört nach wie vor die Rücksichtnahme auf andere Naturnutzer und das Beseitigen unserer Hinterlassenschaften.

    https://www.pferd-aktuell.de/fn/newsticker/fei---fn---dokr/landtag-beschliesst-verbot-der-pferdesteuer